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GENF, 11. November (IPS) - Zum wiederholten Male ist eine Deklaration der Vereinten Nationen (UN) über die Rechte von Ureinwohnern verschoben worden. Die jüngste Diskussion in Genf scheiterte maßgeblich an den USA und Brasilien.
Die im Entwurf vorliegende Deklaration soll nun im März parallel zur nächsten Tagung der UN-Menschenrechtskommission wieder hervorgeholt werden. In den letzten zwei Wochen stritt sich die zuständige Arbeitsgruppe unter der Leitung des peruanischen Botschafters bei den UN, Jose Urrutia, einmal mehr über die Formulierung des Absatzes über das Recht auf Selbstbestimmung.
Dort heißt es im Entwurf, Ureinwohner hätten durch das Recht auf Selbstbestimung auch das Recht, über ihren politischen Status sowie über ihre wirtschaftliche, soziale und kulturelle Entwicklung selbst zu entscheiden.
Diesen Passus wollen weder die USA noch Brasilien akzeptieren, weil er Anlaß zu sezessionstischen Bestrebungen geben könnte. Staaten wie Bolivien, Pakistan, die Schweiz und die Fidschi-Inseln aber bestehen auf seiner Aufnahme.
Finnland und Dänemark wiederum gehören zu einer dritten Fraktion, die den derzeitigen Wortlaut im Prinzip stützt, aber einen Zusatz fordert, der die Selbstbestimmungsrechte der Ureinwohner auf ihre Autonomiegebiete innerhalb der jeweiligen Staatsgrenzen beschränkt. (Ende/IPS/hl/ger/1997)