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Von Anil Netto PENANG, 20. November (IPS) - In Malaysia bemüht sich die private Organisation TrEES Abfall zu sammeln, zu recyceln und die Idee der Müllverwertung zu verbreiten. Aus der kleinen Initiative ist mittlerweile ein Unternehmen geworden.
Gegründet wurde 'Treat every Enviromental Special Sdn. Bhd.' (TrEES) vor zwei Jahren von den beiden Frauen Leela Panikkar und Christa Hashim. Die Gruppe besteht heute aus elf Recyclingzentren rund um die malaysische Hauptstadt Kuala Lumpur, die monatlich etwa 35 Tonnen Abfall verwerten.
Sieben der Sammelstellen haben ihren Sitz in Anlaufstellen der Sozialfürsorge, die anderen vier sind in Supermärkten und Geschäften zu finden. Für die Sozialstationen, ist TrEES zudem eine neue Art, sich selber zu finanzieren. Die Supermärkte vergeben gegen die Abgabe von wiederverwertbaren Müll Einkaufsgutscheine für alle teilnehmenden Läden.
Die Mitarbeiter der Sammelstellen für Glas, Papier, Aluminium und Kleidung sammeln nicht nur den Müll, sondern vermitteln ihn weiter an Recyclingfirmen. Die Kleidung wird in lokalen Stationen weiterverkauft oder nach Birma geschickt.
Etwa zehn Prozent der Einnahmen, die im Durchschnitt pro Annahmestelle bei 1.800 US-Dollar im Jahr liegen, fließen direkt in das TrEES-Recycling-Programm. Die private Initiative bemüht sich vorrangig darum, das Bewußtsein der malaysischen Bevölkerung für die Umwelt zu verändern.
Panikkar erklärt, daß sie und Hashim sich dazu entschlossen hätten TrEES zu gründen, da sich niemand über das städtische Müllproblem und über die Wiederverwertung Gedanken gemacht habe. `Es ist so einfach, Sachen zu kaufen, und es ist auch so einfach, sie wegzuwerfen."
`Als wir begannen, war uns nicht bewußt, was uns erwarten würde", schildert Panikkar. Die beiden Frauen brauchten alleine für die Eröffnung des ersten Zentrums nicht einige Tage wie geplant, sondern einige Monate.
Allerdings hatten sie gleich mit ihrer ersten TrEES-Sammelstation Erfolg. Panikkar berichtet, daß die Bürger begannen, alte Zeitungen, Kartons und Telefonbücher abzugeben. Die Müllmenge, die es zu verwerten galt, stieg schnell auf 2,5 Tonnen Abfall im Monat.
Panikkar berichtet, daß auch der Kostenaufwand für ihre Organisation gering geblieben sei. Sie würden selbst von zu Hause aus arbeiten und recycelte Produkte verwenden.
Allerdings bemüht sich TrEES nicht nur um das Sammeln und Verkaufen von Müll, sondern auch um Schulungen größerer und kleinerer Betriebe in der Abfalltrennung.
Die Organisation veranstaltet Workshops, Gespräche und Ausstellungen zum Thema Umweltschutz. Mittlerweile ist diese Idee so populär geworden, daß sie der Organisation die größten Gewinne einbringt.
Das nächste Vorhaben der beiden Frauen richtet sich auf die Kompostierung von Bio-Müll. `Wir werden den Menschen zeigen, wie sie mit ihrem biologischen Abfällen umgehen sollen", erklärt Panikkar.
Panikkar und Hashim berichten, daß sie am Anfang ihrer Karriere eher belächelt wurden. Heute allerdings ist TrEES der nationale Vertreter der internationalen 'Clean The World Up'-Bewegung geworden.
Die weltweit angagierte Bewegung veranstaltet jährlich im September ein Umwelt-Wochenende, an dem sich 30 Millionen Menschen in der ganzen Welt beteiligen. In diesem Jahr war TrEES mit der Organisation der Veranstaltung in Kuala Lumpur beauftragt. (Ende/IPS/mj/ger/1997)